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DOI: 10.1177/1461957107086126 © 2006 European Association of Archaeologists, SAGE Publications Isotopic Evidence for Mobility and Group Organization Among Neolithic Farmers At Talheim, Germany, 5000 BCUniversity of Wisconsin-Madison, USA, University of Aberdeen, UK, tdprice{at}facstaff.wisc.edu
Landesamt für Denkmalpflege, Konstanz, Germany, Joachim.Wahl{at}rps.bwl.de
University of Durham, UK, ra.bentley{at}durham.ac.uk Isotopen als Beleg der Mobilität und Gruppenorganisation neolithischer Bauern von Talheim, Deutschland, 5000 BC T. Douglas Price, Joachim Wahl und R. Alexander Bentley Das Massengrab, das nahe Talheim in Süddeutschland gefunden wurde, datiert in einen Zeitraum, der etwa 7000 Jahre zurückliegt. Es enthielt die Skelettreste von 34 Individuen des frühen Neolithikums, das durch die Kultur der Linearbandkeramik repräsentiert wird. Diese Menschen scheinen die Opfer eines Massakers geworden zu sein, wie es die zahlreichen tödlichen Kopfverletzungen, ernsten Pfeilschusswunden und die Niederlegung aller Toten in der gleichen Grabgrube andeuten. Es wird angenommen, dass das Grab Mitglieder der gleichen Gemeinschaft enthält, die von einer anderen Gruppe angegriffen und getötet wurden. In dieser Studie untersuchen wir die Skelettreste aus dem Massengrab von Talheim, um Informationen zu Migration und Gemeinschaftsstruktur anhand der Menge von im Zahnschmelz enthaltenen Strontiumisotopen zu gewinnen. Grundsätzlich sind bestimmte Strontiumisotopenphänomene ein Kennzeichnen verschiedener Gesteinsarten. Über die Nahrungskette werden diese Atome vom anstehenden Fels über das Wasser, Böden, Pflanzen und Pflanzenfresser in den menschlichen Körper aufgenommen und im Skelett abgelagert. Da sich der menschliche Zahnschmelz nach seiner Bildung nicht mehr ändert, enthält er dauerhaft den Wert der Strontiumisotope des Geburtsortes. Wenn der Strontiumisotopengehalt des Sterbeortes abweicht, muss sich das betreffende Individuum während seines Lebens von einem geologischen Umfeld in ein anderes bewegt haben. Die Lokalisierung der Isotopen zeigte bei verschiedenen der Getöteten aus der Gruppe von Talheim, dass sie an unterschiedlichen geologischen Plätzen geboren wurden. Es werden die Resultate der Analyse und ihre Signifikanz für Fragen der Migration und Gemeinschaftsstruktur während des Frühneolithikums im vorgeschichtlichen Europa diskutiert.
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