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European Journal of Archaeology, Vol. 10, No. 1,
31-56 (2007)
DOI: 10.1177/1461957108091481
Use of Oral Tradition in Archaeology: Uthe Case of Ajdov ina Above Rodik, Slovenia
Katja Hrobat
University of Ljubljana, Slovenia, katja.hrobat{at}guest.arnes.si or katja.hrobat{at}ff.uni-lj.si
Dieser Beitrag hebt das Potenzial mündlicher Überlieferung (Folklore) für die archäologische Untersuchung der Vergangenheit hervor. Er beschäftigt sich mit mündlichen Tradierungen, die sich auf das Gebiet des vorgeschichtlichen und römischen Fundplatzes Ajdov ina bei Rodik in Slowenien beziehen. Die Natur moderner Landschaften als ein Palimpsest kann als synkretistische Summe vergangener Lebensweisen, Landnutzung, religiöser Praktiken und Kulte angesehen werden. In den Erzählungen über die früheren Bewohner von Ajdov ina ist es möglich, die verschwommene Erinnerung an historische Prozesse wahrzunehmen. Bestimmte Orte, die in der regionalen Überlieferung zumeist in Form von Erinnerungen an dort ausgeübte religiöse Praktiken und damit verbundenen Aberglauben Erwähnung finden, können durchaus frühere geheiligte Plätze belegen. Methodische Probleme umfassen dabei die Identifizierung genereller und spezifischer Merkmale mündlicher Überlieferungen, die Ansprache christlicher Intervention bzw. Zensur alter Kulte und Glauben sowie die Transposition bzw. das Überleben von Elementen früherer Kultpraktiken im heutigen Volksglauben. Das Ziel dieses Beitrages ist es, die Rolle der mündlichen Tradierung der Kulturlandschaft im Fortbestehen des Kollektivgedächtnisses zu historischen Umständen sowie das Überleben bzw. die Wandlung von früheren Kultplätzen und — vorstellungen zu untersuchen.

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